Dresdner Umweltgespräch: Feuer

stefanolix

Hier sind meine Notizen vom letzten Dresdner Umweltgespräch im Rathaus. Soviel vorab: Es waren zwei hochinteressante Stunden zum Thema Energiewende. Es wurde fast zu 100 % sachlich diskutiert und es gab einige Äußerungen, die ich so nicht erwartet hätte.


Beteiligte

  1. Dr. Christian Korndörfer, Chef des Dresdner Umweltamts, als Gastgeber
  2. Prof. Dr. Antonio Hurtado, TU Dresden, Institut Energietechnik
  3. Frank Wustmann, DREWAG, Unternehmensentwicklung & Umweltschutz
  4. Prof. Dr. Johannes Bröcker (em), Universität Kiel, Institut für Regionalforschung
  5. Jan Stoye, Energiegenossenschaft Neue Energien Ostsachsen EGNeos
  6. Bettina Klemm als Moderatorin
  7. Streichquartett »Serenata Saxonia«

Tagesordnung

  1. Der Gastgeber Dr. Korndörfer weist mit einigen einführenden Worte in den Ablauf des Abends ein.
  2. Die »Serenata Saxonia« spielt aus dem Klavierquartett Es-Dur KV 493 die Sätze 1 + 2. Das ist eben auch Dresden: Die Teilnehmer einer Diskussion zu einem hochkontroversen Thema werden mit einer (gar nicht mal einfach zu konsumierenden) klassischen Musik eingestimmt.
  3. Prof. Antonio Hurtado hält eine technisch-ökonomische Einführung über…

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Wie führt man einen Blinden?

Wie führt man einen Blinden?

Lydia's Welt

Auf dem Bild sieht man mich mit dem Blindenstock in der rechten Hand. Meine Linke liegt auf dem Ellenbogen eines sehenden Mannes, der mit mir über die Straße läuft.
Frankfurt Konstablerwache. Wer die dortige Station etwas besser kennt, weiß, dass es einen kleinen Spalt zwischen Tür und Bahnsteig gibt. Mit dem Blindenstock kann ich diesen mühelos erfühlen. Ich will gerade aus der SBahn aussteigen und strecke meinen Stock aus, um eben diesen Spalt zu ertasten. Ich habe es gefunden und mache einen Schritt nach draußen. Plötzlich fasst mich jemand am Arm und schiebt. Da ich den einen Fuß noch nicht aufgesetzt habe, gerate ich erst mal ins Schwanken. Ich verdanke es meinen Reflexen, dass ich nicht der Länge nach auf den Boden knalle oder der Fuß in den Spalt gerät.
Der vermeintliche Helfer war vermutlich ebenso erschrocken wie ich. Erst recht, da ich meinen Unmut lautstark geäußert habe. Er hat…

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Namenswechsel: Aus Blind-PR wird Heikos.blog

Heikos.blog

Am 2. Februar 2008 ging dieses Blog online. Damals war ich seit fünfeinhalb Monaten PR-Assistent des Blinden- und Sehbehindertenvereins Hamburg (BSVH). Parallel bildete ich mich zum PR-Juniorberater weiter. Ich machte also PR für die Sache der blinden und sehbehinderten Menschen. Und so entstand der Name Blind-PR.

Inzwischen bin ich seit fast vier Jahren Geschäftsführer des BSVH und daneben als freier Journalist und als Experte für Barrierefreiheit und Inklusion unterwegs. Der Blog-Name Blind-PR passt nicht mehr so ganz. Daher trägt diese Seite ab sofort einen neuen Namen. Er ist schlicht und wird immer zu mir passen. Er lautet: Heikos.blog, was praktischerweise auch gleich die zugehörige Internet-Adresse ist. Wer blindpr.com in den Browser eingibt, wird automatisch zur neuen Seite umgeleitet.

Den Namenswechsel hab ich zum Anlass genommen, auch das Layout aufzufrischen und die Widgets zu entrümpeln. Ich hoffe, es gefällt Euch. Über Feedback in den Kommentaren oder per Mail freue…

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Staatlich gelenkte Medien in einem demokratischen europäischen Staat?

stefanolix

Gestern wurde auf Twitter ein Beitrag der taz diskutiert, in dem es um den derzeitigen Zustand der schwedischen Medien und speziell um die Förderung der Medien durch den Staat geht. Ironischerweise wird der Artikel bei Google noch mit dem Titel »Staatsknete für eine Branche im Sterben« gefunden. Jetzt lautet der Titel: »Staatsknete für Qualitätsjournalismus«.

Ich entnehme dem Artikel folgende Informationen über den Ist-Zustand der schwedischen Medien: 140 Printmedien in Schweden erhalten bereits traditionell Fördergeld in Form von Vertriebs- und Produktionssubventionen. Das Ergebnis:

Die großen Strukturveränderungen im Mediensektor haben zu empfindlich geschrumpften Redaktionen geführt und gefährden eine ausreichende journalistische Grundversorgung.

Hier stellt sich die Frage: Sind dafür tatsächlich die nicht näher beschriebenen »Strukturveränderungen« verantwortlich – oder liegt die Ursache nicht doch eher in der sinkenden Nachfrage nach gedruckten Zeitungen?

Strukturen werden nicht durch unsichtbare Mächte verändert, sondern durch Menschen. Wenn laut taz »43 Prozent aller SchwedInnen« ein Informationsdefizit empfinden: warum fragen sie dann…

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Ich schreibe auf was du nicht hörst

Ich schreibe auf was du nicht hörst

Lydia's Welt

Das Bild zeigt einen blinden mit tragbarem Computer, externer Tastatur und Braillezeile. Dieser hat ein Headset im Ohr.
Unter dem Motto „Blinde helfen Gehörlosen“ nahm ich 2014 an einer Informationsveranstaltung zur Fortbildung zum Schriftdolmetscher teil. ‚Uns Interessenten wurde einiges zu diesem vergleichsweise neuen Berufsbild erklärt. Zum Abschluss wurde ein Eignungstest angeboten. Geprüft wurde die Vorlesegeschwindigkeit, die Schreibgeschwindigkeit auf dem Computer und einige andere Kleinigkeiten, die für dieses Berufsbild wichtig sind.

Auch wenn ich die Voraussetzungen für die Teilnahme erfüllen konnte, habe ich mich für einen anderen Weg entschieden. Dennoch habe ich diesen Ausbildungsgang im Auge behalten und spreche jetzt mit Stefan Müller. Er hat diese Weiterbildung absolviert und arbeitet jetzt als Schriftdolmetscher.
Lydia Zoubek: Stefan, wie bist du zum schriftdolmetschen gekommen?
Stefan Müller: Das war vor 2 Jahren. Da die Firma, in der ich zum Schluss gearbeitet hatte, Pleite gegangen war, musste ich mich beruflich umorientieren. Ich komme ursprünglich aus…

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Blinde sind blind

Blinde sind blind

Lydia's Welt

Das Bild zeigt mich an einem See im Hintergrund. ‚Die Sonne scheint und weit hinten stehen Bäume.

Ich bin zu Besuch bei einer Familie. Wir sitzen im Wohnzimmer und unterhalten uns bei einer Tasse Tee. Es ist Herbst und so langsam wird es draußen dunkel. Normalerweise sehe ich besser, wenn es so etwas dämmerig wird. Denn ich bin stark Lichtempfindlich. Aber jetzt ist es mir zu dunkel. Ich bitte meine Gastgeber um etwas mehr Licht. Es wird schlagartig still. Irgendwann fragt mein Gastgeber verwundert warum ich denn Licht haben wollte. Schließlich sei ich blind, und für mich sei ohnehin alles dunkel.

Immer wieder begegnen mir solche oder ähnliche Situationen. Daher habe ich dieses Thema für meinen nächsten Beitrag ausgewählt.

Zunächst einmal ein paar Zahlen und Fakten.
Blind ist man, wenn man auf dem besser sehenden Auge ein Restsehen von maximal 2 % hat. Bei einem Restsehvermögen von bis zu 5…

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